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Wieder in die Bezirksvertretung gewählt

Mit 5,4 % wurde ich gestern auf der Liste von Bündnis 90 / Die Grünen wieder in die Bezirksvertretung Gelsenkirchen Ost wiedergewählt.

Meinen herzlichen Dank an alle meine Wähler!

Das Ergebnis ist klar ein deutlicher Dämpfer von 0,8 %. Dieser Dämpfer ist angekommen. Er wird ein Ansporn sein, in den kommenden sechs Jahren mehr am Ball zu bleiben und besser zu werden.

15 Jahre Vorstand

Kaum zu glauben. Letzte Woche Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung der Gelsenkirchener Grünen habe ich fünfzehn Jahre Vorstand vollendet – fünfzehn sehr bewegte Jahre.

Ich lasse die Jahre einmal stichwortartig Revue passieren:

1998 – 2000 Beisitzer
Die ersten Jahre.
Die erste rot-grüne Bundesregierung
Aber auch die erste Zerreißprobe durch den Kosovo-Einsatz
2000 – 2006 1. Mal Kassierer
Häufiger Sprecherwechsel
Zweite Zerreißprobe: Afghnistan-Einsatz
2. Rot-grüne Bundesregierung
Kooperation mit der SPD in Gelsenkirchen
Seit der Kommunalwahl 2004 in Doppelfunktion als Mitglied der Bezirksvertretung Ost
2006 – 2008 Kreisverbandssprecher
Sonderparteitag zu Afghanistan
Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen
Stromwechselparty in Buer
Einführung der Doppelspitze in Gelsenkirchen
2008 – Ende 2009 Schriftführer
Rollentausch mit dem „bekanntesten Schriftführer Deutschlands“ Robert Zion
Ende 2009 – heute 2. Mal Kassierer
Wirtschaftskrise
Fukushima

Zum Schluss gaben mir die Grünen noch eine wirklich schöne Anerkennung auf den Weg. Ich wurde einstimmig (!) wiedergewählt. Nicht einmal die üblichen 1 bis 2 Gegenstimmen. Da wurde mir ein großes Vertrauen entgegengebracht.

Was heißt das für die Zukunft? Ganz klar: Mach‘ weiter so!
Also auf noch viele Jahre im Grünen-Vorstand. Noch viele weitere Wechsel in den Funktionen? Wohl nicht. Ich habe meinen Platz gefunden: Kassierer wohl noch etliche Jahre.

Rechenschaftsbericht über meine Tätigkeit in der Bezirksvertretung Gelsenkirchen Ost in 2012

BV-Ost – 17.03.2012 bis 07.03.2013 (Wolfgang Küppers)

17 Stimmberechtigte Mitglieder (9 SPD, 4 CDU, 1 GRÜNE, 1 Linke, 1 FDP, 1 PRO NRW)

In dieser Rechenschaftsperiode fanden die Haushaltsberatungen aufgrund des Stärkungspaktes Kommunalfinanzen bereits im September 2012 statt. Die Beratungen waren jedoch bemerkenswert unspektakulär. Die Vorbereitungszeit war sehr kurz. Die in dieser kurzen Zeit getroffenen Feststellungen waren:

Der Haushaltsentwurf enthalte vorwiegend maßvolle Sanierungsmaßnahmen.

Jedoch war die Erhöhung der Hundesteuer kritisch zu sehen.

Darum habe ich mich – wie sonst auch – enthalten.

Bei den Bebauungsplänen habe ich einer Änderung des Vereinsgeländes von Schalke 04 zugestimmt. Grund war die Planung des Vereins u. a. des „Tores auf Schalke“.

Bei der Abschlussberatung des Bebauungsplanes Insterburger Straße habe ich mich hartnäckig für die kritische Eingabe des BUND eingesetzt. Vor Abbruch der alten Gebäude sind noch weiter gehende Untersuchungen auf Federmauspopulationen erforderlich. Zwar wurde ich überstimmt, aber wenigstens sollten die Hinweise zum besseren Federmausschutz an die Baugenehmigungsbehörde weitergegeben werden.

An der Rundfahrt der Baumkommission zur Besichtigung der zur Fällung vorgesehenen Bäume habe ich teilgenommen. Die Vorschläge waren in diesem Jahr alle nachvollziehbar. Es wurden immer Nachtpflanzungen vorgenommen.

Ebenso habe ich an einem weiteren Sozialraumgespräch teilgenommen. Der Schwerpunkt war hier die Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen.

Anfragen habe ich zu dem evtl. geplanten Ausbau der Adenauerallee, zum Konzept des Resser Wochenmarktes, dem Winterdienst und der Parksituation auf der Hertener Straße in Resse und eines leer stehenden Ladenlokals an der Cranger Straße gestellt.

Stolpersteine in Gelsenkirchen, Ermordung des NS-Opfers Erich Lange vor 80 Jahren gedacht

Eigenfoto Wolfgang Küppers Stolperstein Erich Lange Ermordung
Eigenfoto Wolfgang Küppers Stolperstein Erich Lange Ermordung

Am 23.03.2013 hielt ich an dem Stolperstein Erich Langes Ecke Ebertstraße / Am Rundhöfchen die folgende kleine Rede:

„Verehrte Anwesende,

Mein Name ist Wolfgang Küppers und ich bin Mitglied im Vorstand von Bündnis 90 / Die Grünen Gelsenkirchen.

Die Grünen Gelsenkirchen sind Paten des anderen Stolperstein Erich Langes in der Schwanenstraße, wo er gelebt hatte.

Ich nehme an, er war ein unbequemer Mensch. Seine Persönlichkeit ist umstritten. Erst war er Mitglied der SS, aber dann konnte er sich lösen und wechselte zur KPD. Man kann lange darüber nachdenken, was er in der Zeit bei der SS getan haben könnte.

Jedoch treten jeder Streit, jede Bedenken zurück vor dem Hintergrund seiner Ermordung durch die Nazis.

Mit der Patenschaft von Erich Lange wollten wir an einen Menschen erinnern, der sich hat lossagen können von einem System aus Rassismus, Gewalt und Terror – und dafür mit dem Leben bezahlen musste.

Hier zeigte sich schon früh die Grausamkeit der Nazis. Abtrünnige wurden mit dem Tode bestraft. Später, in den Kriegsjahren, mussten dies Menschen im Widerstand und Deserteure erleiden. In der Propaganda wurden sie als Feiglinge und Verräter diffamiert.

Wir erinnern uns an Erich Lange. Sein Tod führt uns die Grausamkeit des NS-Regimes vor Augen.

Für uns heute heißt dies: Eine Barbarei wie die, der Erich Lange zum Opfer wurde, darf es nie wieder geben.